Presseberichte Darmstädter Schaustellerverband e.V.

Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
16.11.2014 | 18:41 Uhr
Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
Die ersten Weihnachtsmärkte haben am Wochenende eröffnet. Langsam schlendern die Besucher über den 38. Steeler Weihnachtsmarkt in Essen.Foto: Stefan Arend

Ruhrgebiet. Wenn es die Weihnachtsmärkte nicht gäbe, die Städte müssten sie erfinden. Denn die festlich geschmückten Buden ziehen kaufkräftige Besucher in die Region. Geld wird nicht nur auf den Märkten gelassen, auch angrenzende Geschäfte und Lokale profitieren.

Die Lichterketten über den Straßenzügen funkeln schon, die Buden der Händler stehen auf den Marktplätzen bereit. Und noch jemand war fleißig: Die Marketing-Experten aus den Städten haben ihre Strategien für die Adventszeit geschmiedet. Denn jeder will sie in seiner Stadt haben: die kauflustigen Weihnachtstouristen, die ihre Taschen mit Einkäufen füllen und Geld bringen.
Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
NRZ-Beilage
Die schönsten Weihnachtsmärkte am Niederrhein
Die schönsten Weihnachtsmärkte am Niederrhein

Die Redaktion der NRZ hat den schönsten Weihnachtsmärkten am Niederrhein 2014 eine Beilage gewidmet. Hier können Sie die E-Paper-Version des Heftes kostenlos herunterladen.

Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Zum Steeler Weihnachtsmarkt kommt Nikolaus per Hubschrauber
Zum Steeler Weihnachtsmarkt kommt Nikolaus per Hubschrauber

Der Weihnachtsmarkt in Essen-Steele feiert in diesem Jahr die 38. Auflage - und geht zum zweiten Mal bis ins neue Jahr. Die Zahl der Hütten und Stände erreicht eine neue Rekordmarke. Der Nikolaus landet am 5. Dezember mit dem Hubschrauber am Ruhrufer und fährt dann mit der Pferdekutsche zum Markt.

Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wolf

Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/besucher-der-weihnachtsmaerkte-bringen-staedten-viel-geld-id10045500.html#plx641767531
Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
16.11.2014 | 18:41 Uhr
Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
Die ersten Weihnachtsmärkte haben am Wochenende eröffnet. Langsam schlendern die Besucher über den 38. Steeler Weihnachtsmarkt in Essen.Foto: Stefan Arend

Ruhrgebiet. Wenn es die Weihnachtsmärkte nicht gäbe, die Städte müssten sie erfinden. Denn die festlich geschmückten Buden ziehen kaufkräftige Besucher in die Region. Geld wird nicht nur auf den Märkten gelassen, auch angrenzende Geschäfte und Lokale profitieren.

Die Lichterketten über den Straßenzügen funkeln schon, die Buden der Händler stehen auf den Marktplätzen bereit. Und noch jemand war fleißig: Die Marketing-Experten aus den Städten haben ihre Strategien für die Adventszeit geschmiedet. Denn jeder will sie in seiner Stadt haben: die kauflustigen Weihnachtstouristen, die ihre Taschen mit Einkäufen füllen und Geld bringen.
Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Die Redaktion der NRZ hat den schönsten Weihnachtsmärkten am Niederrhein 2014 eine Beilage gewidmet. Hier können Sie die E-Paper-Version des Heftes kostenlos herunterladen.

Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wolf

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Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
16.11.2014 | 18:41 Uhr
Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld
Die ersten Weihnachtsmärkte haben am Wochenende eröffnet. Langsam schlendern die Besucher über den 38. Steeler Weihnachtsmarkt in Essen.Foto: Stefan Arend

Ruhrgebiet. Wenn es die Weihnachtsmärkte nicht gäbe, die Städte müssten sie erfinden. Denn die festlich geschmückten Buden ziehen kaufkräftige Besucher in die Region. Geld wird nicht nur auf den Märkten gelassen, auch angrenzende Geschäfte und Lokale profitieren.

Die Lichterketten über den Straßenzügen funkeln schon, die Buden der Händler stehen auf den Marktplätzen bereit. Und noch jemand war fleißig: Die Marketing-Experten aus den Städten haben ihre Strategien für die Adventszeit geschmiedet. Denn jeder will sie in seiner Stadt haben: die kauflustigen Weihnachtstouristen, die ihre Taschen mit Einkäufen füllen und Geld bringen.
Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Der Weihnachtsmarkt in Essen-Steele feiert in diesem Jahr die 38. Auflage - und geht zum zweiten Mal bis ins neue Jahr. Die Zahl der Hütten und Stände erreicht eine neue Rekordmarke. Der Nikolaus landet am 5. Dezember mit dem Hubschrauber am Ruhrufer und fährt dann mit der Pferdekutsche zum Markt.

Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wolf

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Glühweinprinzessin 2014 gekürt

ECHO DARMSTADT.

Die 24 Jahre alte Darmstädterin Janina Kühler ist die Darmstädter Glühweinprinzessin 2014. Gekürt wurde die strahlende Siegerin von einer Jury bestehend aus Anja Herdel (Wissenschaftsstadt Darmstadt GmbH), Anke Jansen (Darmstadt Citymarketing e.V.), Bernd Salm (Darmstädter Schaustellerverband e.V.), Torsten Schulze (Centermanager Luisencenter) und Joachim Michels (Fotostudio Michels). Dies teilt das Stadtmarketing heute mit.

Die Jury wählte Janina Kühler aus fünf Finalistinnen (von insgesamt 50 Bewerberinnen) aus. Veranstaltet wurde das Casting zur Glühweinprinzessin 2014 vom Luisencenter Darmstadt und dem Darmstadt Citymarketing e.V. in Kooperation mit dem Fotostudio Michels. Das Casting fand zum einen am 10. und 11. Oktober direkt im Luisencenter, zum anderen online über die Faceboko-Seite des Luisencenters statt.

Die Glühweinprinzessin eröffnet jedes Jahr gemeinsam mit dem Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem zuständigen Dezernenten André Schellenberg den Darmstädter Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz. Darüber hinaus hat sie in der Adventszeit noch viele weitere Auftritte. Als Gewinn erhält sie einen Einkaufsgutschein für das Luisencenter im Wert von 500 Euro.

Die Lichterketten über den Straßenzügen funkeln schon, die Buden der Händler stehen auf den Marktplätzen bereit. Und noch jemand war fleißig: Die Marketing-Experten aus den Städten haben ihre Strategien für die Adventszeit geschmiedet. Denn jeder will sie in seiner Stadt haben: die kauflustigen Weihnachtstouristen, die ihre Taschen mit Einkäufen füllen und Geld bringen.
Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wolf

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Wenn es die Weihnachtsmärkte nicht gäbe, die Städte müssten sie erfinden. Denn die festlich geschmückten Buden ziehen kaufkräftige Besucher in die Region. Geld wird nicht nur auf den Märkten gelassen, auch angrenzende Geschäfte und Lokale profitieren.

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Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

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http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/besucher-der-weihnachtsmaerkte-bringen-staedten-viel-geld-id10045500.html#plx1586102432
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Erlebnischarakter schaffen

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Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

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Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Die schönsten Weihnachtsmärkte am Niederrhein

Die Redaktion der NRZ hat den schönsten Weihnachtsmärkten am Niederrhein 2014 eine Beilage gewidmet. Hier können Sie die E-Paper-Version des Heftes kostenlos herunterladen.

Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Zum Steeler Weihnachtsmarkt kommt Nikolaus per Hubschrauber
Zum Steeler Weihnachtsmarkt kommt Nikolaus per Hubschrauber

Der Weihnachtsmarkt in Essen-Steele feiert in diesem Jahr die 38. Auflage - und geht zum zweiten Mal bis ins neue Jahr. Die Zahl der Hütten und Stände erreicht eine neue Rekordmarke. Der Nikolaus landet am 5. Dezember mit dem Hubschrauber am Ruhrufer und fährt dann mit der Pferdekutsche zum Markt.

Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wol

Besucher der Weihnachtsmärkte bringen Städten viel Geld | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/besucher-der-weihnachtsmaerkte-bringen-staedten-viel-geld-id10045500.html#plx1586102432
Die Lichterketten über den Straßenzügen funkeln schon, die Buden der Händler stehen auf den Marktplätzen bereit. Und noch jemand war fleißig: Die Marketing-Experten aus den Städten haben ihre Strategien für die Adventszeit geschmiedet. Denn jeder will sie in seiner Stadt haben: die kauflustigen Weihnachtstouristen, die ihre Taschen mit Einkäufen füllen und Geld bringen.
Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
NRZ-Beilage
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Ob das Geld auch ohne den Markt in den Kassen der Einzelhändler landete, ist ungewiss. Denn gekauft wird da, wo es winterlich geschmückt ist. „Man muss einen Erlebnischarakter schaffen“, sagt Marc Heisterkamp vom Einzelhandelsverband NRW. Ansonsten würde die Kundschaft auch im Internet fündig.
Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Um aber überhaupt erst einmal auf den Werbetafeln der Reiseanbieter zu landen, müssen die Städte kreativ sein. Kontakte werden auf Touristikmessen geknüpft und vor Ort gepflegt. Jeder versucht den Reiseanbietern einen Trip in die eigene Stadt schmackhaft zu machen. Geschenke für Busfahrer sind inklusive: Essen lockt Fahrer mit Willkommenstüten in die Stadt, Gutscheine und freies Internet sollen den Aufenthalt verschönern. Den Dortmundern ist jeder Fahrer 20 Euro in bar wert. In Duisburg gibt es eine Weihnachtsmarkttasse als Andenken. Gutscheine für Bratwurst, Glühwein oder Cafés gehen dort an die Reisenden.
Restaurants profitieren

Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

Julia Wol

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Erlebnischarakter schaffen

Wenn die Advents-Atmosphäre erst einmal da ist, steigt die Shoppinglaune. Das Organisationsteam des Essener Marktes schätzt fünf Millionen Besucher auf Lichterfest und Weihnachtsmarkt. Und die Kunden bleiben nicht nur in der Budenstadt, größte Profiteure sind die Einzelhändler. Die Marketing-Experten wissen: 68 Millionen Euro geben die Besucher in Gastronomie und Einzelhandel aus. Das ist sogar noch etwas mehr als das, was sie auf dem Weihnachtsmarkt lassen.
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Reiseveranstalter sind wichtige Mitspieler

Nahezu jede Stadt versucht deshalb mit dem weihnachtlichen Spektakel zu punkten. Wer keines hat, verliert. Wie viel, das haben die Duisburger Marketing-Experten mit 1,8 Millionen Weihnachtsmarktbesuchern durchgerechnet. Das Ergebnis: Ohne den Weihnachtsmarkt würden mindestens 50 Millionen Euro weniger in der Stadt umgesetzt. Denn für viele ist der Weihnachtsmarkt der Grund, überhaupt erst in die Stadt zu kommen. „Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH, Uwe Gerste. Deshalb betreiben die Städte viel Aufwand, um das vorweihnachtliche Shopping-Spektakel.
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Dabei sind die Reiseveranstalter wichtige Mitspieler. Denn „wer mit dem Reisebus kommt, der kommt verlässlich, bei Wind und Wetter“, weiß Thomas Winkler, Sprecher der Weihnachtsmarktorganisatoren aus Dortmund. Der Werbefachmann hat im letzten Jahr 600 Busse mit dem Ziel Dortmunder Weihnachtsmarkt gezählt. In Essen sind es laut Stadtmarketing 45 000 Besucher die mit Bussen anreisen. 46 Prozent aus den Niederlanden, 24 Prozent aus Belgien. In Duisburg kamen vor dem letzten Fest 37 Busse aus dem Ausland an.

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Und noch etwas gehört zusammen: Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für viele mit einem Imbiss verbunden. Auch wer als Gastronom keine Würstchen oder Dampfnudeln auf dem Markt verkauft, profitiert. Wenn sein Lokal in direkter Nachbarschaft des Marktes liegt. Und damit „irgendwie noch Eventcharakter hat“, sagt Thorsten Hellwig, Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes. Denn das Weihnachtsspektakel hat Magnetwirkung, die großen Märkte ziehen Gäste an – aber auch raus aus den Randlagen. Während die Wirte in den Innenstädten gut zu tun haben, mehrt sich der Frust in den Stadtteilen ohne Markt. Denn die Gäste sind in der City.

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„Warum nicht? Ich lache gern“

Casting – Im Luisencenter lassen sich Frauen fotografieren, um Glühweinprinzessin zu werden

Mit der Frage „Krönchen gefällig?“ sucht das Luisencenter zusammen mit der Darmstadt Citymarketing und dem Fotostudio Michels nach der diesjährigen Glühweinprinzessin. Auch am heutigen Samstag haben junge Frauen zwischen 19 und 29 Jahren noch die Chance, beim Casting mitzumachen und eventuell zu gewinnen.

Der Casting-Stand im Luisencenter zwischen Palmers und Görtz sticht ins Auge: Vor einer großen, weißen Fotowand thront ein dick gepolsterter, roter Plüschsessel mit goldener Holzverzierung. Schwere rote Samtbänder halten das Publikum auf Abstand. Auf einem mit schwarzem Stoff überzogenen Stehtisch liegt auf einem roten Samtkästchen ein glitzerndes Diadem. „Krönchen gefällig?“ steht auf dem Poster daneben.

In Aktion ist die 17 Jahre alte Saskia Gelbke, Auszubildende im ersten Lehrjahr beim Fotostudio Michels in der Helia-Passage. Mit einer Profi-Digitalkamera um den Hals spricht sie junge Frauen zwischen 19 und 29 Jahren an, ob sie sich nicht fotografieren lassen möchten, um damit die Möglichkeit zu erhalten, von einer Jury zur Glühweinprinzessin von Darmstadt gekürt zu werden. Doch es läuft schleppend. Nicht sonderlich viele junge Frauen sind im Center unterwegs, und diejenigen, die angesprochen werden, sagen: „Keine Zeit“, oder „Ich hab’s eilig.“

Posieren am Prunksessel

Die 21 Jahre alte Devrim Karakaya reagiert dagegen positiv: „Ja, das mache ich gern.“ Schnell ist das Bewerbungsformular mit Daten zu ihrer Person ausgefüllt und Karakaya posiert am roten Prunksessel. Sie zaubert ein Bilderbuchlächeln auf ihr Gesicht, sagt: „Warum nicht? Ich bin da offen. Ich lasse mich gerne fotografieren, ich lache sehr gern.“ Ihr ganzes Handy sei voll von Bildern, gesteht sie ein, „darunter auch viele Selfies“.

Karakaya besucht die Abendrealschule und kann sich durchaus vorstellen, als Glühweinprinzessin mit Oberbürgermeister Jochen Partsch den diesjährigen Weihnachtsmarkt zu eröffnen. Damit hat sie gute Chancen, denn Spaß an der Sache und eine gewisse Freude am Kommunizieren sind von Vorteil.

Die Idee mit der Glühweinprinzessin findet Luisencenter-Manager Torsten Schulze toll, denn sie habe ein Alleinstellungsmerkmal. Die auserwählte Glühweinprinzessin würde neben einigen „königlichen Auftritten“ zur Adventszeit auch im Center beim „Wunschzettelweihnachtsbaum“ in Aktion treten. Doch zunächst muss eine fünfköpfige Jury die Fotos sichten. Bisher hat Saskia Gelbke erst ein Dutzend Portraits. Die jungen Frauen lassen noch auf sich warten. Derzeit sind Mütter und Väter mit Kinderwagen in der Mehrzahl, auch weibliche Teenager ziehen in Grüppchen vorbei sowie eine lustige Jungscrew, die gerne teilnehmen würde. Dann entschließt sich Eva Roth aus Babenhausen „just for fun“ mitzumachen. Sie ist in Darmstadt geboren und arbeitet als gelernte Bürokauffrau bei einem Sanitär- und Heizungsgroßhandel. Dann posiert die Fünfundzwanzigjährige auch schon auf dem goldroten Plüschsessel.

 

Zumutbarer Lärm vom Festplatz

Von einem Festplatz geht, solange der Betrieb andauert, immer Lärm aus, der von der Nachbarschaft nicht mit Begeisterung akzeptiert wird.

Die Rechtslage bestimmt sich nach § 22 Bundesimmissionsschutzgesetz. Danach muss der Festplatz so betrieben werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen, soweit sie nach dem Stand der Technik vermeidbar sind, verhindert werden und, soweit sie nach dem Stand der Technik unvermeidbar sind, auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Ob schädliche Umwelteinwirkungen in diesem Sinne hervorgerufen werden, richtet sich danach, inwieweit die Beeinträchtigungen erheblich sind. Erreichen Nachteile oder Belästigungen den Grad des Erheblichen, überschreiten sie damit zugleich das Maß der Zumutbarkeit, wobei auf das Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen und nicht auf individuelle Einstellung eines besonders empfindlichen Nachbarn abzustellen ist. Was aber in diesem Sinne erheblich ist, kann nicht allgemein beantwortet werden. Es ist auf die konkrete Situation abzustellen, wobei eine auf Ausgleich der Interessen angelegte Abwägung durchzuführen ist. Dabei können die einschlägigen technischen Regelwerke als Orientierungsrahmen dienen, dürfen aber nicht schematisch angewandt werden, sondern lassen Raum für die Berücksichtigung der besonderen Seltenheit oder auch der herausragenden Besonderheit einer Veranstaltung. Es sind somit einerseits die Interessen der Nachbarn des Festplatzes zu bewerten, andererseits aber auch, ob es sich im Einzelfall um eine Traditionsveranstaltung handelt und wie das gesellschaftliche Bedürfnis, etwa das Kommunikationsbedürfnis und die Neigung der Bevölkerung, solche Feste durchzuführen und bei ihnen auch Musik zu hören und zu tanzen, einzuschätzen ist.

Wird aber eine Veranstaltung seit vielen Jahren durchgeführt und von einem bedeutenden Teil der Ortsbevölkerung besucht, ist den Anliegern, anders als etwa bei der Durchführung nicht in der Tradition liegender kommerzieller Musikveranstaltungen eine höhere als die übliche Lärmbelästigung zuzumuten, die auch tageszeitlich über das Normalmaß hinausgeht. Gesundheitsschädliche Immissionen dürfen allerdings unter keinen Umständen zugelassen werden. Auch ist auf das Schlafbedürfnis von Schulkindern und Arbeitnehmern besondere Rücksicht zu nehmen, so dass, was die tageszeitliche Dauer der Veranstaltungen betrifft, die Nächte auf den Samstag, den Sonntag oder einen Feiertag anders zu beurteilen sind als die Nächte, die einem Werktag vorausgehen.

Nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Meiningen vom 6. 9. 2000 (5 E 708/00 Me) ist es nicht gerechtfertigt, dass die Behörde für alle Veranstaltungstage einen einheitlichen Lärmgrenzwert vorgibt. Allerdings dürfen 70 dB(A) nie überschritten werden, denn dabei handelt es sich um den absolut höchsten Immissionsrichtwert. Er kommt für den Tag in Frage, während nachts die Obergrenze bei 55 dB(A) liegt. Dabei ist das Gericht der Auffassung, dass der Tageswert für die Nacht von Freitag auf Samstag und die Nacht von Samstag auf Sonntag bis 1.00 Uhr gilt. (Dr. O).

 

Feuer & Eis: Darmstadt lädt zum Late-Night-Shopping

Lange Einkaufsnacht am 28. November - Feuershows und Eisbildhauer

Feuershows, Eisbildhauer - und Shopping bis tief in die Nacht.

Darmstadt lädt für den 28. November zu einer langen Shoppingnacht in die City und verspricht neben geöffneten Geschäften jede Menge Shows und Unterhaltung.

Die lange Shoppingnacht hat das Motto "Feuer und Eis". Foto: Arthur Schönbein

So gegensätzlich wie die Elemente „Feuer & Eis“ fällt auch das Programm an diesem Abend aus, verspricht die Stadt Darmstadt auf ihrer Homepage im Internet. Einerseits könnten Besucher entspannt die ersten Weihnachtseinkäufe erledigen und mit einem gemütlichen Rundgang den Weihnachtsmarkt erkunden. Andererseits faszinierten an diesem Abend spektakuläre Feuershows und kreative Eisbildhauer. Die Geschäfte der Innenstadt und der Weihnachtsmarkt sind an diesem Abend bis 23 Uhr geöffnet.

Von 19 bis 23 Uhr präsentieren Eisbildhauer ihr Können, heisst es im Programm. Ausgestattet mit Werkzeugen wie Eispickel und Säbel bearbeiten die Künstler live ihr kaltes Material. Die handwerklich begabten Künstler lassen aus glatten Eisblöcken detailreiche Kunstwerke entstehen.

Den Ludwigsplatz erleuchten am Abend spektakuläre Feuershows. Das Feuertanztheater verbinde Tanz und Musik mit Feuer- und Lichtjonglage zu einer gänzlich neuen Ausdrucksform, versprechen die Organisatoren. Die Shows finden stündlich auf dem Ludwigsplatz statt. Beginn der ersten Show ist um 19.30 Uhr.

Auf dem Marktplatz, dem Friedensplatz, am Weißen Turm und auf dem Luisenplatz lädt der Darmstädter Weihnachtsmark bis 23 Uhr zum Bummeln ein – mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten, dem Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln. Hier kann man eintauchen in die Weihnachtswelt.

Wer ohne eigenes Auto auch zu später Stunde den Heimweg antreten möchte, kann öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Nachts oder spät abends bringen die sogenannten "NightLiner" Besucher des Weihnachtsmarkts und des Late-Night-Shoppings nach Hause. Die NightLiner fahren freitags und samstags bis etwa 2 Uhr nachts. Zu den Spätlinien gehören: Tram: Linie 5, Linie 7/8 und Linie 9; Busse:: Linie H , Linie O, Linie P, Linie PF (Anrufsammeltaxi),  Linie U,  Linie 8n, Linie 45 (nur samstags), Linie 672, Linie 671, Linie 678, Linie 5515, Linie 672, Linie 677, Linie 693 (nur samstags), Linie K 55 (nur samstags) und Linie n71

Der Vorstand des Darmstädter Schaustellerverbandes trauert um Heini Hausmann

Heinrich Hausmann ist tot

Nachruf – Schausteller Heinrich Hausmann stirbt im Alter von 73 Jahren

Heinrich Hausmann  Foto: Archiv

Heinrich Hausmann  Foto: Archiv
Heinrich „Heini“ Hausmann ist tot. Darmstadts bekanntester Schausteller starb am Dienstag im Alter von 73 Jahren. „Er hat nicht viel geschwätzt, sondern einfach gemacht“, so Heinerfestpräsident Hans-Joachim „Little“ Klein.

DARMSTADT.

Heinrich Hausmann, den alle nur Heini nannten, gehörte zu den unverwechselbaren Gesichtern dieser Stadt. Und man sah dieses Gesicht keineswegs nur bei Volksfesten. Heinrich Hausmann war sozusagen immer präsent in seiner Stadt. Zumal in der Innenstadt, auf dem Marktplatz. Kaum ein Tag, an dem man ihm nicht begegnet wäre – Heini war ein Heiner.

Und zwar einer mit Botschaft und Anliegen. Hier das Volksfestvergnügen und die Interessen der Schausteller. Dort das gesellschaftliche Leben und die Sorgen ums Soziale. Und er hielt mit seiner Meinung nie hintern Berg; wenn er sich für etwas einsetzte, tat er’s energisch – und wenn er sein Gegenüber dabei mal anrempelte, dann nur, weil es ihm um die Sache ging.

„Man trifft sich beim Hausmann“: Das galt aber auch für den Imbissstand der Familie Hausmann, bei Heinerfest und Weihnachtsmarkt traditionell direkt vorm Alten Rathaus. Fischbrötchen und Nierenspieß vereinigten sich dort duftmäßig aufs Wundersamste.

In das Gewerbe wurde Heinrich Hausmann hineingeboren – am 14. November 1940 in Langen. Schon die Eltern und Großeltern waren Schausteller. Hausmann lernte den Beruf also von Kind an und machte sich früh selbstständig, mit Schießstand und Kinderkarussell. Früh auch, mit 25 Jahren, heiratete er seine Traudel. Von 1968 bis 2008 gehörte er dem Vorstand des Darmstädter Schaustellerverbands an, ab 1988 als dessen Vorsitzender. Er amtierte so als eine Art heimlicher Heinerfestpräsident.

Vielfältiges Engagement

Der Rummel aber war ihm nie Welt genug. Hausmann engagierte sich in Politik und Gesellschaft. 1974 trat er der SPD bei. Seitdem war er im Ortsverein Martinsviertel aktiv. 1999 wurde Hausmann in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Dort kümmerte sich in den Ausschüssen um Sport, Liegenschaften, Umwelt und nicht zuletzt um die Städtepartnerschaften. Fußball war sein Hobby, den Lilien galt seine Sympathie.

Außerdem wirkte Hausmann als Schöffe bei Gericht. Für diesen vielfältigen Einsatz wurde er 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt.

„Wir haben einen guten, verlässlichen Freund und Partner verloren“, sagte Heinerfestpräsident Hans-Joachim „Little“ Klein. Auch er persönlich sei sehr betroffen vom Tod Heini Hausmanns, der noch während des Heinerfests im Juli aktiv wie immer gewesen sei.

Heinrich Hausmann sei verlässlich, kompetent und kreativ gewesen. Für dessen Familie und auch den „Heimatverein Darmstädter Heiner“ sei der Tod des Dreiundsiebzigjährigen ein „dramatischer Verlust“, sagte Hans-Joachim Klein. „Er hat nicht viel geschwätzt, sondern einfach gemacht.“

Flaute auf der Herbstmess

Volksfest – Trotz guten Wetters kommen nur wenige Besucher auf den Messplatz – Schausteller sind unzufrieden

Wenig Betrieb herrschte am Wochenende auf dem Messplatz. Die Herbstmess hat an Anziehungskraft verloren.  Foto: Claus Völker

Wenig Betrieb herrschte am Wochenende auf dem Messplatz. Die Herbstmess hat an Anziehungskraft verloren.  Foto: Claus Völker
Das Wetter ist spätsommerlich. Dennoch finden nur wenige Besucher den Weg auf die Herbstmess. Bei anhaltender Besucherflaute könnte sich die Veranstaltung für Schausteller und Karussellbetreiber zu einem Minusgeschäft entwickeln.

DARMSTADT.

Kettenkarussell, Geisterhaus, Schießbuden, dazu Süßigkeitenstände, verschiedene Essensstände und ein Biergarten – eigentlich wird den Besuchern der Herbstmess einiges geboten. Trotzdem erfreut sich das elftägige Volksfest nur mäßigen Besuchs. „Sie sehen ja selbst, dass hier nichts los ist“, sagt eine der Schaustellerinnen etwas frustriert. „Richtig gut läuft es nur am Dienstag, wenn Familientag ist.“

Eine Erklärung für das geringe Interesse scheint niemand so recht zu haben. „Vielleicht sind die Leute einfach übersättigt, was solche Feste angeht“, mutmaßt Manfred Häcker. Der Weiterstädter ist mit Frau und kleiner Tochter gekommen, um dem Nachwuchs ein bisschen Abwechslung zu bieten.

Gerade hat die Familie eine Bratwurst gegessen, jetzt sitzt das Töchterchen im Kinderkarussell. „Seit 30 Jahren komme ich schon her, aber auch mir fällt auf, dass es Jahr für Jahr immer weniger Besucher werden“, sagt Häcker. „Natürlich gibt es derzeit auch eine Reihe von Konkurrenzveranstaltungen.“

Wetter und Infrastruktur passen

Am Wetter oder der Infrastruktur kann die Besucherflaute jedenfalls nicht liegen. Denn am Wochenende gibt es spätsommerliche Temperaturen und in der Nähe gibt es ausreichend Parkplätze und eine Straßenbahn-Haltestelle.

„Die jungen Leute beklagen Jahr für Jahr das immerzu gleiche Programm“, sagt eine Schaustellerin. „Diesmal wurde mit einer etwas anderen Anordnung versucht, etwas Abwechslung reinzubringen. Genützt hat das bislang aber nichts.“ Bei vielen Schaustellern herrscht deshalb die begründete Angst, dass sich die Herbstmess zum Minusgeschäft entwickelt.

„Wir sind lediglich hier, weil wir unseren Stand auf dem Weihnachtsmarkt nicht verlieren möchten“, sagt einer der Schausteller offen. „Lohnen tut sich das für uns hier nicht.“ Diese Bedenken scheinen viele der Schausteller und Fahrgeschäftsbetreiber Jahr für Jahr zu motivieren, trotz Standgebühr und geringem Umsatz an der Frühjahrs- und an der Herbstmess teilzunehmen.

Ängste, die Alexander Schramm nicht teilt. Mit seinem Fahrgeschäft „Break Dancer“ ist er weder auf dem Heinerfest, noch auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Obwohl es schön wäre, wenn das mit dem Heinerfest demnächst mal klappen würde“, sagt er. Denn die Frühjahrs- und die Herbstmess, zu denen Schramm seit zehn Jahren kommt, sind keine einnahmestarken Veranstaltungen.

„Am Montag in einer Woche kann ich mehr dazu sagen, ob sich das für uns gelohnt hat oder nicht“, so Schramm. „Noch hoffen wir, dass es sich bessert. Viele bekommen erst am Monatsanfang ihren Lohn.“ Das Eröffnungswochenende sei erfahrungsgemäß meistens wenig besucht. „So schlimm wie in diesem Jahr war es aber noch nie“, erklärt der Fahrgeschäftsbetreiber. „Wenn es so bleibt, werde auch ich mir überlegen müssen, ob ich zukünftig herkomme.“

„So schlimm war es noch nie“

Ilka Kunze hat von alle dem noch nichts mitbekommen. Sie ist gerade erst auf dem Messplatz angekommen. „Mein Sohn wollte natürlich direkt Karussell fahren“, erzählt sie. Von der Herbstmess erfahren hat sie von einer Bekannten. „Bei dem schönen Wetter ist das für die Kinder doch eine gute Abwechslung.“ Und das, obwohl so ein Nachmittag ins Geld gehen kann.

„Ich könnte mir vorstellen, dass vielen die Fahrgeschäfte mittlerweile zu teuer sind“, sagt sie. Denn bei einer Runde im Karussell würde es oftmals nicht bleiben. „Da spreche ich aus Erfahrung“, sagt sie, während ihr Sohnemann bereits zum dritten Mal hintereinander im Flugzeugkarussell abhebt.

 

Deutschland ist laut Schaustellerbund Volksfestland Nummer eins.
 
In Frankfurt wird auch Oktoberfest gefeiert.  Foto: dpa
In Frankfurt wird auch Oktoberfest gefeiert.  Foto: dpa
 
Während Wasen und Oktoberfeste großen Zulauf haben, erfährt die Herbstmess in Darmstadt eine Flaute.

Oktoberfeste, Herbstmess, Zwiebelmarkt, Winzerfest, Wasen - landauf, landab finden derzeit jede Menge Volksfeste statt. Rund eine Million Besucher strömten zum Start am Wochenende beispielsweise auf den „Wasen“ in Stuttgart und feierten in Dirndl und Lederhosen in den Festzelten. Das gute Wetter lockte zugleich zahlreiche Menschen nach draußen auf das Gelände mit seinen Karussells und Imbissbuden. Über den Rummel freuten sich jedoch nicht alle: Die Bürgerinitiative am Veielbrunnen (BIV) etwa will den belastenden Verkehr Parkplatzsuchender trotz Sperrung für auswärtige Besucher nicht mehr länger hinnehmen.

Das größte Volksfest ist das Oktoberfest in München. Doch längst wird das nicht nur in Bayern gefeiert - auch in Hessen findet es statt. Beispielsweise in Frankfurt auf dem Gelände der Commerzbank-Arena. Bereits zum sechsten Mal strömen die Hessen auf das Frankfurter Event, auch in anderen hessischen Städten werden „Wiesn“-Kopien gefeiert.

In Darmstadt dagegen erfährt die Herbstmess eine Flaute. Trotz spätsommerlichen Wetter finden am Wochenende nur wenige Besucher den Weg auf die Herbstmess. Bei anhaltender Besucherflaute könnte sich die Veranstaltung für Schausteller und Karussellbetreiber zu einem Minusgeschäft entwickeln.

Die deutschen Volksfeste sollen zum Unesco-Weltkulturerbe werden. Der Schaustellerbund bewerbe sich um Aufnahme in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes, berichteten Medien am Wochenende. Deutschland ist laut Schaustellerbund das Volksfestland Nummer eins in der Welt. Hier gibt es jährlich 9900 Volksfeste und mehr als 1400 Weihnachtsmärkte. Gezählt werden 233 Millionen Besucher, der Umsatz liegt bei 3,7 Milliarden Euro.

Weihnachtsmarkt 2013

Weihnachtsmarkt-Glühwein erstmals im Glas

DARMSTADT.

An den Glühweinständen des Darmstädter Weihnachtsmarktes wird erstmals in Glas-, statt wie gewohnt in Keramiktassen abgefüllt.

Nur die Traditionalisten sind ein wenig irritiert. Das soll ein Glühweinbecher sein? Man könnte ihn leicht mit einem schlanken Bier- oder einem etwas zu groß geratenen Schnapsstamperl verwechseln. Der Darmstädter Schaustellerverband hat sich diesmal nämlich in Abstimmung mit seinem Partner, dem Darmstadt-Marketing, für Humpen aus Glas entschieden.

Die Vorgeschichte: Vor 25 Jahren beschlossen die Schausteller, jährlich einheitliche Weihnachtstassen mit wechselnden Motiven anfertigen zu lassen. Die Besucher sollten ihren Becher nicht nur an jedem Glühweinstand auffüllen und abgeben können, sondern ihn nach Möglichkeit auch sammeln – als persönliches Weihnachtsmarkt-Souvenir. Wie viele Engel verträgt der Himmel über der jeweils auserkorenen Stadtansicht? Geschmäcker und Meinungen gehen da oftmals auseinander.

24 Jahre lang bestanden die Tassen aus blauer oder brauner Keramik, und als Motive kamen vor allem Bauten in Frage, auf die Darmstadt stolz ist: der Hochzeitsturm, das Schloss, das Ernst-Ludwig-Haus auf der Mathildenhöhe, die Russische Kapelle, das Darmstadtium und im Jahr 2000 das Hundertwasserhaus mit seiner goldenen Kuppel. „Die Hundertwasserbecher waren schon nach kurzer Zeit weg“, erinnert sich Bernd Salm (48). Er hat gehört, dass sie bei Ebay sogar für über 70 Euro angeboten wurden. Andere Motive kamen überhaupt nicht gut an.

Mit den neuen Glasbechern hat sich die jüngere Generation schnell angefreundet. Bernd Salm findet, dass das diesjährige Motiv – es ist wieder einmal der Hochzeitsturm, ganz in weiß, – besonders gut zur Geltung kommt, wenn es sich vor einem roten „Glühwein klassisch“ abhebt, dem am meisten verkauften Heißgetränk. Dabei ist die Getränkeauswahl heute so vielfältig wie an einer Hotelbar: Selbst „Hugo“, Aperol und Bier sind in der Hot-Version zu haben.

Der Glasbecher hat nur einen Nachteil: Er ist erheblich schwerer. Das merken zwar die Weihnachsmarktbesucher nicht, wohl aber die Rücken der Schaustellergehilfen, die die Gläser-Paletten heben müssen.

Herbstmess 2013

Rasante Karussells, Keramik und Gewürze

Herbstmess – Von Freitag bis Montag wird der Mess- wieder zum Rummelplatz

Am Freitag (20.) beginnt auf dem Messplatz die Darmstädter Herbstmess. 85 Fahrgeschäfte, Imbissbuden und Verkaufsstände sowie einige Sonder-Aktionen sorgen auch in diesem Jahr für Kurzweil bei den Besuchern.

Dass der Herbst unmittelbar bevorsteht, merkt man in Darmstadt spätestens dann, wenn die Herbstmess beginnt. Nun ist es wieder so weit: Von Freitag (20.) bis übernächsten Montag (30.) verwandelt sich der Messplatz in einen bunten Rummelplatz für Groß und Klein, zu dem der Schaustellerverband und die Stadt Darmstadt einladen. Offiziell eröffnet wird die Mess’ am Freitag um 18 Uhr von Stadtkämmerer André Schellenberg im Eventzelt „Moppel“.

Dann geht das bunte Treiben los: Es locken rasante Fahrgeschäfte wie „Break Dance“, Autoscooter und Kettenkarussell, spezielle Angebote für Kinder, Imbiss-, Spiel und Losbuden sowie der Dippe- und Gewürzmarkt, auf dem 30 Anbieter Kunsthandwerk, Bekleidung und Gewürze feilbieten. Geöffnet ist werktags jeweils von 13 Uhr bis 22 Uhr und sonntags ab 12 Uhr, die Imbissbetriebe öffnen bereits ab 11.30 Uhr.

Bei der „Ladies Night“ am Montag (23.) ab 18 Uhr können Gäste, die als Damen gekleidet kommen, alle teilnehmenden Fahrgeschäfte für einen Euro pro Fahrt nutzen, teilen die Veranstalter mit. Dienstag (24.) ist Familientag mit Sonderangeboten. Beim „Bayrischen Abend“ am Donnerstag (26.) erhalten Gäste, die in Tracht erscheinen, die zweite Fahrt mit einem der Karussells umsonst. Ganz im Zeichen der „Kerweborsch Olympiade“ steht der Freitag (27.) ab 16.30 Uhr.

 

Scooter Ball 2013 - Das Original von Matthias Hausmann Powerd by YorkDesign.de

Wenn der Autoscooter zum Fußballplatz wird

Eins, zwei, drei – wer hat den Ball? Diese Frage warfen am Freitag des öfteren die Spielszenen beim Scooter-Ball auf dem Erbacher Wiesenmarkt auf. Foto: Guido schiiek

Eins, zwei, drei – wer hat den Ball? Diese Frage warfen am Freitag des öfteren die Spielszenen beim Scooter-Ball auf dem Erbacher Wiesenmarkt auf. Foto: Guido schiiek
ERBACH. Wo ein Gymnastikball von Autoscootern durch die Arena befördert wird, kann es nur um eins gehen – Scooter-Ball. Dieser neuen Sportart haben Marktmeister Peter Breidenbach

Wiesenmarkt in Erbach 2013

Das Bonbon kommt von den Schaustellern

Festeröffnung – Umzug zeigt sich als stabiles Marktelement

Die Stunde der Wahrzeichen Erbachs schlug am Samstag, als auf dem Marktplatz dem Altstadtbild mit Rathaus und Kirche die Motive der Schaustellerzunft gegenübertraten, die in diesen Tagen das eigentliche Aushängeschild der Odenwälder Kreisstadt sind. Denn so wie die Stadt bis einschließlich Sonntag (28.) ganz im Zeichen des Wiesenmarkts steht, magnetisiert sie damit weit über ihren üblichen Wirkungsgrad hinaus. Im Eröffnungs-Festzug stand für diese Symbiose die ansprechende Programmnummer der Marktbeschicker. Alle Fotos: Guido Schiek

Die Stunde der Wahrzeichen Erbachs schlug am Samstag, als auf dem Marktplatz dem Altstadtbild mit Rathaus und Kirche die Motive der Schaustellerzunft gegenübertraten, die in diesen Tagen das eigentliche Aushängeschild der Odenwälder Kreisstadt sind. Denn so wie die Stadt bis einschließlich Sonntag (28.) ganz im Zeichen des Wiesenmarkts steht, magnetisiert sie damit weit über ihren üblichen Wirkungsgrad hinaus. Im Eröffnungs-Festzug stand für diese Symbiose die ansprechende Programmnummer der Marktbeschicker. Alle Fotos: Guido Schiek
Der Festzug zum samstäglichen Auftakt des Erbacher Wiesenmarkts ändert sich zwar so, wie das gesellschaftliche Leben fluktuiert. Als Bindeglied von der Eröffnungszeremonie vor dem Schloss zum Rummel am Sportpark aber zeigt er sich insgesamt erfreulich stabil.

ERBACH.

Es wird wohl eher die Hitze gewesen sein, die in diesem Jahr den Publikumsandrang zum Wiesenmarkts-Umzug etwas dämpfte. Aber zumindest unter den kleinen Zuschauern hätte auch ein anderes Phänomen einen Rückgang des Interesses befördern können: Wo früher als Gabe von den Festwagen und aus den Fußgruppen reichlich Bonbons zu haben waren, gibt es heutzutage vor allem stapelweise Werbematerial, das dann die Straßen verunziert.

Mit all dem aber versöhnte der Darmstädter Schaustellerverband, indem er den Besuchern köstliche Aufmerksamkeiten wie Lebkuchenherzen oder Popcorntüten bescherte und so das richtige Gefühl für die Erfüllung von Volksfest-Bedürfnissen bewies. Etwas fürs Herz und das Bauchgefühl aber taten – ungeachtet des Trends zur Werbung in eigener Sache – auch die meisten anderen der mehr als 50 Fußgruppen und Wagenbesetzungen, die allein von der schieren Anzahl her keine Zweifel an der Funktionstüchtigkeit dieses Marktelements und der Bindung der Erbacher und Odenwälder zu ihrem großen Volksfest aufkommen ließen. Motivstark, farbenprächtig oder zumindest gut gelaunt gestalteten Vereine aus der Kernstadt und den Stadtteilen, Freundeskreise, Institutionen, Betriebe und Hoheiten die bewegte Schau, die den richtigen Schwung von rund einem halben Dutzend Musikgruppen bekam. Am meisten Freude bereitete hier das noch junge Erbach-Michelstädter Ensemble Modern Sound, eine Marchingband nach amerikanischem Vorbild.

Grenzgang 2013

Durch den Forst zur Ludwigshöhe

Grenzgang – Am 15. Juni geht es über Darmstadts Höhen zum Bessunger Hausberg

Beim Grenzgang am Samstag, 15. Juni, können die Darmstädter wieder landschaftliche Reize ihrer Stadt und kulinarische Schmankerl der Partnerstädte kennenlernen.


In diesem Jahr steht der Grenzgang im Zeichen des Jubiläums Bessungen-Darmstadt: Der Stadtteil ist vor 125 Jahren eingemeindet worden. Der Weg führt folglich von der Oberförsterwiese am Böllenfalltor zum Hausberg der Bessunger, der Ludwigshöhe. Beginn ist um 11 Uhr, das (offene) Ende ist für 15 Uhr terminiert.

Karten

für den Grenzgang am Samstag, 15. Juni, gibt es im Bürgerinformationszentrum am Luisenplatz und in den Bezirksverwaltungen (Erwachsene zahlen acht Euro, Kinder vier Euro). Zum Ausgangspunkt der Tour fahren Bahnen der Linie 9 ab 10.15 Uhr alle 7,5 Minuten vom Luisenplatz.

Von der Schlussrast auf der Ludwigshöhe ist die Endhaltestelle der Linie 3 (Lichtenbergschule) zu Fuß erreichbar.

Nachdem die Jagdhornbläser das Fußvolk wie gewohnt begrüßt haben, geht es, wie es in der Einladung der Stadt heißt, „über verschlungene Pfade“ Richtung Dachsberg und Dommersberg, auf der Alten Bogenschneise nach Westen zum Prinzenberg und über die Wilbrandhöhe zur Schlussrast auf der Ludwigshöhe.

Entlang des Weges warten Delegationen aus Darmstadts Partnerstädten auf durstige und hungrige Abnehmer ihrer Köstlichkeiten (Jubiläen gibt es mit Alkmaar, Liepaja, Plock, Trondheim und Troyes). Vertreten sind auch wieder die Darmstädter Privatbrauerei, die HSE, die Gruppe Deutsch-Amerikanische Freundschaft und der Darmstädter Schaustellerverband.

Das Deutsche Rote Kreuz bietet zum Abschluss der Wanderung durch den Bessunger Forst wieder die traditionelle Erbsensuppe an.

Herbstmess 2012 auf dem Darmstädter Messplatz

Frühjahrsmess’ 2012 mit Tower Event Center auf dem Darmstädter Messplatz

25. April 2012 - 08:27 

Stadtkämmerer André Schellenberg eröffnet am Freitag (27.04.2012) um 19 Uhr auf dem Messplatz am Tower Event Center offiziell die traditionelle Darmstädter Frühjahrsmess’, die bis zum 7. Mai ein buntes Programm bietet. Veranstalter sind der Eigenbetrieb Bürgerhäuser und Märkte der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit dem Darmstädter Schaustellerverband.
In diesem Jahr haben sich bei der Marktverwaltung 260 Beschicker um eine Zulassung für die Frühjahrsmesse beworben, 88 Geschäfte konnten berücksichtigt werden.
Die Palette reicht von modernen und nostalgischen Fahrgeschäften bis zu einer Vielzahl von Imbiss- und Süßwarengeschäften. Auch in diesem Jahr wird der traditionelle Dippe- und Gewürzmarkt mit einem breit gefächerten Angebot ausgestattet sein. 37 Verkaufsgeschäfte werden hier ihre Waren anbieten.

Erstmals steht das Tower Event Center, das höchste transportable Hochhaus der Welt mit neun Etagen und einer Höhe von 35 Metern auf dem Messplatz und wird den Gästen Action, Spiel, Spaß, Spannung und eine spektakuläre Aussicht bieten. Das Fahrgeschäft „Cyber Space“, mit einer Flughöhe vom 50 Meter, und „Virus“ werden meist jungen Fahrgästen rasante Fahrten bieten. Die Rundfahrgeschäfte Circus-Circus und Break Dance werden durch zahlreiche Lichteffekte und um die eigene Achse drehenden Gondeln zu einem besonderen Fahrvergnügen. Dschungeltrain, Skipper, Auto-Scooter, Riesen-Rutsche und Europas größter mobiler Flugsimulator vervollständigen dieses Angebot. Die traditionelle Schiffschaukel wird in diesem Jahr wieder auf der Frühjahrsmess vertreten sein. Für die kleinen Besucher der Messe stehen verschiedene Kinderfahrgeschäfte, wie Kettenkarussell, Kinderflieger oder Trampolin zur Verfügung.

Der Darmstädter Schaustellerverband wird auch zur Frühjahrsmess’ die kleinen und kleinsten Besucher täglich zu kostenlosen Schminkaktionen einladen. Besonders für Familien mit Kindern ist der Familientag am Mittwoch (2.) mit den ermäßigten Preisen ein Anreiz zum Besuch der Darmstädter Mess“: Die Fahrgeschäfte bieten an diesem Tag Fahrten zum halben Preis an. Am Montag (7. Mai) werden Fahr- und Belustigungsgeschäfte von 14 Uhr bis 18 Uhr mit stark ermäßigten Fahr- und Eintrittspreisen die Besucher locken. Am gleichen Tag wird gegen 22 Uhr zum Ende der Frühjahrsmess’ ein Brillanthöhenfeuerwerk abgeschossen.

Die Darmstädter Frühjahrsmess’ ist wochentags und samstags ab 14 Uhr geöffnet, sonntags öffnet die Mess’ um 12 Uhr, die Imbissbetriebe öffnen bereits ab 11:30 Uhr. Freitags, samstags und am Montag (30. April 2012) endet das Festgeschehen auf dem Messplatz um 23:30 Uhr, an den übrigen Tagen wird die Mess’ um 23 Uhr beendet sein.

Besucher können den Messplatz mit den Straßenbahnlinien 4 und 5 direkt erreichen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

19.05.2011

Darmstädter Schaustellerverband e. V. bekennt sich zum Standort und seiner sozialen Verantwortung

 

Als Berufsverband mit Sitz in Darmstadt bekennt sich der Darmstädter Schaustellerverband e.V. zum Standort und übernimmt hier auch vielfältig soziale Verantwortung.

Im Rahmen der Frühjahrsmess 2011 konnten 1.000 Euro an die Darmstädter Werkstätten für Behinderte übergeben werden.

Der Spendenbetrag setzt sich zusammen aus den Standgebühren des Kinderflohmarktes auf dem Messplatz und privaten Einzelspenden der Verbandsmitglieder.

Im Beisein des zuständigen Dezernenten und Stadtrates Jochen Partsch konnte die Leiterin der Werkstätten Frau Martina Preisher die Eintausend Euro aus den Händen der Vorsitzenden des Darmstädter Schaustellerverbandes e.V. Jürgen Unterköfler und Michael Hausmann entgegen nehmen.


 

24. Dezember 2011  Darmstädter Echo

Glühwein ist bei der Jugend Kult

Umfrage – Schausteller ziehen positive Bilanz des Weihnachtsmarktes – „Jedes Jahr beliebter“

Noch vor wenigen Jahren hatte der Darmstädter Weihnachtsmarkt den Ruf einer etwas spießigen Angelegenheit. Inzwischen ist das ganz anders  – nicht zuletzt bei Schülern und Studenten gilt es als cool, zwischen geschmückten Buden das Tässchen zu heben. Foto: Roman Grösser

Noch vor wenigen Jahren hatte der Darmstädter Weihnachtsmarkt den Ruf einer etwas spießigen Angelegenheit. Inzwischen ist das ganz anders – nicht zuletzt bei Schülern und Studenten gilt es als cool, zwischen geschmückten Buden das Tässchen zu heben. Foto: Roman Grösser
 
Der Weihnachtsmarkt ist vorbei. Es hat in diesem Jahr viele Neuerungen gegeben, wie den After-Work-Nachschlag, singende Nikoläuse, eine neu gestaltete Bühne und Attraktionen wie „Feuer & Eis“. Wie das wohl beim Publikum angekommen ist? Eine Bilanz.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Gluehwein-ist-bei-der-Jugend-Kult;art1231,2473158


 
18. Dezember 2011 Darmstädter Echo

Dem Christkind fehlt jetzt der linke Arm

Weihnachtsmarkt – Ein Unbekannter hat die Krippenfigur entführt und beschädigt

Schockierender Anblick:  Ein Unbekannter hat dem Jesuskind  der  Weihnachtsmarkt-Krippe  den Arm abgerissen.  Foto: Roman Grösser

Schockierender Anblick: Ein Unbekannter hat dem Jesuskind der Weihnachtsmarkt-Krippe den Arm abgerissen. Foto: Roman Grösser
 
Das Christkind in der Krippe des Darmstädter Weihnachtsmarkt war am Freitagabend plötzlich verschwunden. Lädiert wurde es wieder zurückgelegt.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Dem-Christkind-fehlt-jetzt-der-linke-Arm;art1231,2455832


21. November 2011 Darmstädter Echo

Lichterglanz und Glühweinduft: Adventszeit kann beginnen

Vor dem Darmstädter Schloss wurde am Montagabend der Weihnachtsmarkt eröffnet. Foto: Roman Grösser

Vor dem Darmstädter Schloss wurde am Montagabend der Weihnachtsmarkt eröffnet. Foto: Roman Grösser
 
Der Darmstädter Weihnachtsmarkt ist eröffnet. Am Montagabend um 18.25 Uhr gingen auf Anordnung des Oberbürgermeisters die Lichter der Weihnachtspyramide auf dem Marktplatzbrunnen ...
 
 

22. September 2011 e

Mit Dippemarkt und Höhenfeuerwerk

Volksfest: Herbstmess’ beginnt am Freitag (23.) – 82 Hightech- und Nostalgiefahrgeschäfte – Ein „Romantischer Abend“ lockt wieder am Donnerstag (29.)Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) eröffnet am Freitag (23.) um 19 Uhr auf dem Messplatz die diesjährige Herbstmess’, die bis zum 3. Oktober dauert.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Mit-Dippemarkt-und-Hoehenfeuerwerk;art1231,2186918


 
29. Juli 2011 Darmstädter Echo

Erbacher Wiesenmarkt mit geteiltem Erfolg

Volksfest-Zwischenbilanz: Wechselhaftes Wetter beeinflusst das Rummelergebnis, verhagelt es aber nicht völlig – Gewinner und Verlierer

|  | Jürgen Unterköfler, Vorsitzender der Schaustellerverbands Darmstadt, ist eingedenk der schlechten Witterungsbedingungen mit dem Erbacher Wiesenmarkt zufrieden. Foto: Guido Schiek
ERBACH.

Was Erbachs Bürgermeister Harald Buschmann als das „wechselhafteste Wiesenmarkt-Wetter, das ich jemals erlebt habe“ charakterisierte, hat im bisherigen Verlauf und Ergebnis des Volksfestes zwar seine Spuren hinterlassen, die Geschäfte jedoch keineswegs völlig und durchgehend ausgebremst. Dieses Bild jedenfalls zeichneten beim Zwischenbilanzgespräch am Donnerstag nicht nur die Vertreter der Stadt als Marktveranstalter, sondern auch die Repräsentanten der großen Tätigkeitsfelder auf dem Odenwälder Volksfest.
So bestätigte Südhessenmesse-Chef Detlef Koenitz die Annahme des Bürgermeisters, dass die Schauerneigung zum Rummel 2011 „allemal besser ist als anhaltende Hitze“ und durchaus auch ausgesprochene Gewinner hervorbringen kann. „Abschlüsse werden bei Ausstellungen wie unserer zwar erfahrungsgemäß erst im letzte Festdrittel verstärkt getätigt. Aber vom reinen Publikumsinteresse her erleben unsere Beschicker einen der stärksten Märkte der jüngeren Zeit, wie mir mehrfach versichert worden ist“, berichtete der Messe-Fachmann.
Wenn es regnerisch oder kühl sei, suchten die Leute eben Schau- und Informationsmöglichkeiten, Ansprache und Gespräch, Unterhaltung – und vor allem ein Dach über den Kopf. „Und sie greifen halt eher nach warmem Essen und herkömmlichen Süßwaren als nach Eis“, umriss Jürgen Unterköfler für den Schaustellerverband Darmstadt die analogen Erscheinungen in den Fest-, Markt- und Rummelgassen, deren Beschicker nach seinen Angaben „angesichts der unabänderlichen äußeren Verhältnisse“ mit Besuch und Umsatz im Großen und Ganzen noch sehr zufrieden seien.
Er stützte damit die Aussage des Bürgermeisters, der es als bemerkenswert bezeichnete „wie viele Leute auf dem Wiesenmarkt selbst noch unter Verhältnissen unterwegs sind, die andernorts die Plätze leerfegen würden“. Als Gründe dafür machte Buschmann neben der Tradition und der anhaltend hohen Identifikation der Bevölkerung mit dem Fest „unsere ständige Arbeit an der Fortentwicklung“ aus. Gerade im Blick auf ansprechende Präsentation und wirkungsvolles Marketing leisteten sein Mitarbeiter Frank Reubold und Peter Breidenbach Beispielhaftes, lobte Buschmann.
Gerade die beiden Fachleute machten in ihren Ausführungen aber auch keinen Hehl daraus, dass der Wiesenmarkt 2011 seine Tiefschläge zu verkraften hat: „Schauer und Kälte haben uns eines der schlechtesten Sonntags-Geschäfte der vergangenen Jahre eingetragen“, räumten Breidenbach und Reubold ein, „und ein solches Minus an einem Hauptmarkttag lässt sich ganz schwer wieder aufholen“. Als potenzielle Verlierer genannt wurden hier die Wirte der auf dem Fest immer stärker präsenten Biergärten aller Art – für den örtlichen Vertriebsleiter der Radeberger-Brauereigruppe, Jürgen Klein, insofern besonders schade, „als gerade hier etwas für die Attraktivität des Wiesenmarkts getan worden ist“.
Langfristig aber werde dieses Engagement dem Fest und damit auch den Ausschank-Betreibern nutzen, gab sich Klein sicher. Auch wenn sein Unternehmen natürlich auch auf schwarze Zahlen angewiesen sei, könne es Jahre mit gebremstem Bierumsatz verkraften, „weil wir unseren Erfolg beim Wiesenmarkt vor allem nach dem Werbeeffekt für unsere Produkte bemessen“. Die Bedeutung des Wiesenmarkts vor allem als Ort der Präsentation des eigenen Getränke-Portfolios wird auch von der Coca-Cola-Gruppe als Lieferant der Limonaden betont.


06. Juli 2011 Darmstädter Echo

Heinerfest-Bilanz: Zufriedene Schausteller, beschäftigte Polizisten

Heinerfest: Kritik: Feuerwerk von weitem nicht sichtbar - Lange Wartezeit im Parkhaus

Ein Feuerwerk zum Abschluss des Heinerfestes: Während die Schausteller damit zufrieden waren, gab es auch Kritik, zum Beispiel bezüglich der Schusshöhe.   Foto: Roman Grösser

Ein Feuerwerk zum Abschluss des Heinerfestes: Während die Schausteller damit zufrieden waren, gab es auch Kritik, zum Beispiel bezüglich der Schusshöhe. Foto: Roman Grösser
 
DARMSTADT. „Es war ein starkes Heinerfest“, sagt Jürgen Unterköfler vom Darmstädter Schaustellerverband mit Blick auf die Besucherzahlen. Die Schausteller seien zufrieden. Auch das Feuerwerk vom Dach des Darmstadtiums war aus ihrer Sicht positiv. Doch es gab auch kritische Stimmen. Vielen war die Schusshöhe von 30 bis 40 Metern zu niedrig und zu wenig imposant. Zum Abschluss des Festes hatten Polizei und Rettungskräfte „reichlich Arbeit“, wie Polizeihauptkommissar Alexander Lorenz erzählt.
 
 

21. Mai 2011 Darmstädter Echo

Spenden


Der Darmstädter Schaustellerverband hat bei der Frühjahrsmesse auf dem Messplatz 1000 Euro an die Darmstädter Werkstätten für Behinderte übergeben. Der Spendenbetrag setzt sich zusammen aus den Standgebühren des Kinderflohmarkts auf dem Messplatz und privaten Einzelspenden der Verbandsmitglieder. Die beiden Vorsitzenden des Schaustellerverbandes, Jürgen Unterköfler und Michael Hausmann, übergaben die Spende an Martina Preisher, Leiterin der Werkstätten.

Dank einer Kühl-Gefrier-Kombination im Wert von 1400 Euro kann die Eberstädter Gutenbergschule in ihrem Ausweichquartier am Donnersbergring die im neu eingerichteten Schulkiosk angebotenen Waren und kühl lagern. Ermöglicht worden ist die Spende vom Elternbeirat der G 5a.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Spenden;art1231,1865674


11. Mai 2011 Darmstädter Echo

Frühstück hoch über Darmstadt

Frühjahrsmesse: Ab Freitag kreisen Riesenrad und Kettenkarussell – Vorschau auf das traditionelle Volksfest

Dieser kleine Junge kann den Beginn der Frühjahrsmesse kaum noch erwarten. Das Volksfest wird am Freitag (13.) von Oberbürgermeister Walter Hoffmann eröffnet und endet am Montag (23.)  mit einem  Feuerwerk. Schon jetzt bauen die ersten Schausteller im Bürgerparkviertel ihre Fahrgeschäfte auf.  Foto: Claus Völker

Dieser kleine Junge kann den Beginn der Frühjahrsmesse kaum noch erwarten. Das Volksfest wird am Freitag (13.) von Oberbürgermeister Walter Hoffmann eröffnet und endet am Montag (23.) mit einem Feuerwerk. Schon jetzt bauen die ersten Schausteller im Bürgerparkviertel ihre Fahrgeschäfte auf. Foto: Claus Völker
 
Für elf Tage wird sich der höchste Punkt Darmstadts auf dem Messplatz im Bürgerparkviertel befinden, und zwar auf dem Kettenkarussell „Around the World“.

http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Fruehstueck-hoch-ueber-Darmstadt;art1231,1834794


 

24. Dezember 2010 Darmstädter Echo

Nach dem Feuer: Wer zahlt den Schaden?

Weihnachtsmarkt: Schaustellerverband geht davon aus, dass die Haftpflichtversicherung einspringen wird

Traurige Weihnachten:  Mitarbeiter der Familie Blezinger-Donald aus Weinsberg  haben am Donnerstagmorgen die  verkohlten Reste der in der Nacht zum Mittwoch völlig abgebrannten Weihnachtsmarkthütte  auf dem Marktplatz abgebaut. Vorher  wurden die  unbeschädigten Namenstassen aussortiert. Foto: Roman Grösser

Traurige Weihnachten: Mitarbeiter der Familie Blezinger-Donald aus Weinsberg haben am Donnerstagmorgen die verkohlten Reste der in der Nacht zum Mittwoch völlig abgebrannten Weihnachtsmarkthütte auf dem Marktplatz abgebaut. Vorher wurden die unbeschädigten Namenstassen aussortiert. Foto: Roman Grösser
 
Auf den Weihnachtsmärkten erwirtschaften die Schausteller etwa 30 Prozent ihres Jahresumsatzes. Bis April müssen sie von diesen Einkünften leben. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man sich die finanziellen Folgen für die vier Schausteller vorstellen will, deren Hütten in der Nacht zum Mittwoch auf dem Darmstädter Marktplatz abgebrannt oder stark beschädigt worden sind.
 

 

15. April 2010 Darmstädter Echo

,,Spider Murphy Gang" eröffnet das Fest

Frühjahrsmess: Schaustellerverband lockt mit Premiere eines ,,romantischen Abends" und Kindersachen-Flohmarkt

Am 23. April startet die diesjährige Darmstädter Frühjahrsmess – der Aufbau auf dem Messplatz ist bereits in vollem Gange. Foto: Claus Völker
 
Schon zur Eröffnung der diesjährigen Darmstädter Frühjahrsmess am 23. April geht es auf dem Messplatz hoch her: Nach dem Fassanstich mit Stadtrat Dierk Molter rockt ...
 

Verdienstkreuz am Bande für Heinrich Hausmann

RP J.Baron u. H.Hausmann bei Ordensübergabe

29.08.2011 - Pressemitteilung
Regierungspräsident Baron: Auszeichnung für vorbildliches Engagement
 

Heinrich Hausmann aus Darmstadt, langjähriges Vorstandsmitglied im Darmstädter Schaustellerverband und seit 1999 Mitglied in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung wurde heute von Regierungspräsident Johannes Baron mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die hohe Auszeichnung wurde ihm von Bundespräsident Christian Wulff für sein langjähriges, unermüdliches und vielfältiges Wirken für das Allgemeinwohl verliehen.

In einer kleinen Feierstunde im Regierungspräsidium würdigte Regierungspräsident Johannes Baron die großen beruflichen und ehrenamtlichen Leistungen des Geehrten. „Durch seine Persönlichkeit, sein unermüdliches und beispiel-gebendes Wirken, seine hohe fachliche Kompetenz, sein soziales Engagement und seine große Hilfsbereitschaft hat sich Heinrich Hausmann weit über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus ehrenamtlich engagiert und damit um das Gemeinwohl verdient gemacht“, sagte der Regierungspräsident.

Heinrich Hausmann absolvierte zunächst eine Ausbildung im elterlichen Schaustellerbetrieb. Danach machte er sich mit einem eigenen Schaustellerbetrieb, einem Kinderkarussell und einem Schießstand, selbstständig. Er begann sich für seinen Berufsstand zu engagieren und war schließlich von 1968 bis 2008 Vorstandsmitglied im Darmstädter Schaustellerverband. Er übte das Amt des Zweiten Vorsitzenden von 1973 bis 1988 aus und wurde danach für 20 Jahre Erster Vorsitzender.

In dieser Funktion war er unter anderem für die Ausrichtung von verschiedenen Veranstaltungen mit verantwortlich, darunter auch das gemeinsam mit der damaligen US-Standortverwaltung ausgerichtete „Deutsch-Amerikanische Volksfest“. Heinrich Hausmann hatte aber auch maßgeblichen Einfluss auf die karitative Arbeit des Verbandes; so engagiert sich der Verband seit Jahren bei Kinderfesten, Altennachmittagen und für die Kinderkrebshilfe und führte Spendenaktionen zu deren Gunsten durch. Im Verband „Schausteller Hessenvereine“ war der neue Ordensträger von 1973 bis 2010 aktiv. Darüber hinaus engagierte er sich für die Teilnahme der Darmstädter Partnerstädte an verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Weihnachtsmarkt.

Besonders erwähnt werden muss natürlich auch sein außergewöhnliches Engagement in der Darmstädter Kommunalpolitik. So war er seit seinem Eintritt in die SPD im Jahre 1974 immer wieder mit Unterbrechungen als Beisitzer im Vorstand des Ortsvereins Martinsviertel tätig. Seit 1999 ist Heinrich Hausmann zudem Mitglied der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung und als solches in den Ausschüssen Umweltschutz, öffentliche Einrichtungen und Betriebe, für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung, für Sport und Freizeit und dem Ausschuss für Familie, Kinderbetreuung und Sport tätig gewesen. Im Bürgerkomitee für Städtepartner-schaften der Stadt Darmstadt ist er seit 2006 aktiv.

Herr Hausmanns Interessen galten aber nicht nur der Kommunalpolitik und dem Schaustellergewerbe. So war er beispielsweise von 1978 bis 1980 Leiter der Fußballabteilung und von 1996 bis 2002 Vorsitzender des Fördervereins der Fußballabteilung der „Sport- und Sänger-Gemeinschaft 1889 e.V. Langen“. Seit 1996 ist er zudem ehrenamtliches Mitglied im Verkehrsausschuss der Industrie- und Handelskammer Darmstadt. Außerdem war er von 1996 bis 2004 Mitglied in deren Planungsausschuss sowie von 1996 bis 2000 Mitglied der Vollversammlung. Weiterhin hat sich Heinrich Hausmann von 2001 bis 2004 als Schöffe bei den Strafkammern des Landgerichtes Darmstadt engagiert. Von 2005 bis 2008 sowie seit 2009 ist er beim Amtsgericht Darmstadt als Schöffe tätig.

„Heinrich Hausmann hat nicht nur das Schaustellergewerbe in Südhessen in über vier Jahrzehnten entscheidend geprägt“, so Regierungspräsident Baron, ,,er hat sich in dieser Zeit in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl gerade hier in seiner Heimatstadt Darmstadt vorbildlich engagiert. Sein unermüdliches und beispielgebendes Wirken würdigt der Bundespräsident mit dieser hohen Auszeichnung“.


Pressestelle: Regierungspräsidium Darmstadt
Pressesprecher: Gerhard Müller, Luisenplatz 2, D-64283 Darmstadt
Telefon: 06151 12 5412, Fax: 06151 12 6313
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